Wohnungen mieten in Berlin

In keiner deutschen Großstadt sind die Mieten so niedrig wie in der Bundeshauptstadt. Eine Wohnung zu mieten in Berlin Stadtgebiet etwa 5 Euro pro Quadratmeterpreis. Damit zahlt ein Hauptstädter durchschnittlich etwa die Hälfte für eine Mietwohnung wie in München. Dies liegt vor allem an dem vergleichbar niedrigen Haushaltseinkommen der Berliner. Die Miete für jeden sechsten Haushalt muss aufgrund von Hartz IV sogar vom Sozialamt der Stadt bezahlt werden.

85 Prozent der 3,4 Millionen Berliner leben in einer Mietwohnung. Nach Angaben des Senators für Stadtentwicklung verfügt die Metropole über ein breites Wohnungsangebot, sowohl für mittlere Einkommen, als auch für Geringverdiener. Im Umkehrschluss bedeutet dies nicht, dass überall in Berlin preiswerter Wohnraum zur Verfügung steht. Traditionell günstige Wohnungen mieten in Berlin kann man beispielsweise in Neukölln Nord, Wedding oder Lichtenberg. Bei den zahlreichen Wohnungsbaugenossenschaften in der Hauptstadt sind die Wartezeiten allerdings relativ lange.

Besonders problematisch ist die Situation für Familien mit mehreren Kindern. Eine Wohnung zu mieten in Berlin, die über vier oder gar fünf Zimmern verfügt, ist allein schon ein Kunststück. Haken die „Luxusherberge“ mit einem Kinderzimmer mehr ist im Verhältnis wesentlich teurer als ein kleineres Zuhause. In den kommenden Jahren wird sich diese Wohnsituation noch verschärfen. Sucht jemand zusätzlich noch einen Balkon oder einen kleinen Garten, kann er sich glücklich schätzen, wenn er nicht mehr als 30 Prozent seines Einkommens für die Miete berappen muss. Dazu kommen die ständig steigenden Nebenkosten, die bei preiswertem Wohnraum noch stärker ins Gewicht fallen.

Seit der Wiedervereinigung hat sich der Wohnungsmarkt in Berlin stark verändert. Ein Stadtteil wie Kreuzberg ist plötzlich begehrter Wohnraum. Luxuswohnungen für potente Zuzügler entstehen, wo früher Hausbesetzer regierten. Für die alteingesessenen Bewohner des Kiezes wird es zusehends schwerer eine günstige Wohnung zu mieten in Berlin Kreuzberg. Noch sind demolierte Autos und Brandsätze die unrühmliche Ausnahme, aber nicht nur das Car-Loft-Haus erregt die Gemüter. Eine radikale Veränderung der Bevölkerungsstruktur geht damit einher. Ärmere Schichten werden an den Rand der Stadt oder in unbeliebte Wohngegenden verdrängt. Auch Stadtteile im früheren Ostberlin sind von dieser Entwicklung betroffen. Statt mit Kohleofen werden nun am Prenzlauer Berg schicke Lofts vermietet.